Obwohl der Sommer bislang nicht so recht in die Gänge kommen will, beschlossen wir einmal mehr mit Rad und Zelt die Gegend zu erkunden. Diesmal blieben wir allerdings vor der eigenen Haustür. Wir wollten zunächst den Rhein hoch, einmal quer durch die Niederlande, kurz vor Rotterdam in Richtung Küste, weiter nach Brügge und über Belgien wieder nach Siegburg zurück. Da es sich hierbei quasi um ein Heimspiel handelt, sind wir diesmal ohne größere Planungen oder Karten einfach los.




23.07.2007: Los geht's

Mit einem Tag Verspätung ging es heute los. Zunächst nach Siegburg und mit dem Zug nach Wesel. Die übliche Plackerei, sprich dem Runtertragen der Räder und am anderen Bahnsteig wieder hoch, folgte eine kurze Fahrt durch Wesel.

Rhein bei Wesel Rhein bei Wesel

Da wir heute nur bis Xanten wollten, folgten wir den Wegweisern in Richtung Fähre. Nachdem wir dort angekommen waren, mussten wir feststellen, daß diese nicht fuhr. Da weder Fahrplan noch Brücke zu sehen war, hakten wir Xanten und zunächst die andere Rheinseite ab und fuhren weiter zur nächsten Fähre.

Der Radweg war toll, breit und gut asphaltiert, auf einem Damm gelegen, sodaß weit reichende Ausblicke garantiert waren. Die nächste Fähre fuhr bei Bedarf. Wie sich dieser bemerkbar macht und ob hierzu zwei Radler ausreichen, blieb uns an diesem Tag verschlossen.

Also weiter, bis zu einer kilometerlangen Brücke. Die uns mit dem erforderlichen Abstand sicher über den Rhein brachte. Eine kurze Suche nach dem Campingplatz am Wisseler See und zwischenzeitlich einsetzender Regen beendeten den ersten Tag der Tour.

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24.07.2007: Ankunft in den Niederlanden

In der Nacht wurde zunächst der Regen stärker, dann kam auch noch Wind dazu. Alles Warten am nächsten Morgen nutzte nichts, das schlechte Wetter hielt an. Also Regensachen an und los.

Die Strecke verlief auch heute auf Radwegen, was die ganze Angelegenheit nicht noch unnöig erschwerte. So ging es die wenigen, noch fehlenden Kilometer bis nach Millingen, dem ersten Ziel in den Niederlanden. Dort kamen wir am frühen Nachmittag an. Da wir keine Lust mehr hatten gegen den Wind weiter anzutreten blieben wir bei dem dortigen Natur-Campingplatz über Nacht.

Die niederländischen Radwege sind nicht wie bei uns auf den Bürgersteigen, sondern bilden einen Teil der Straße. Auch scheinen die hiesigen Autofahrer ein anderes Verständnis für zweirädrige Verkehrsteilnehmer aufzubringen als in anderen Regionen.

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25.07.2007: Mit Karte geht's einfacher

Der heutige Morgen empfing uns mit leicht grauem Himmel, aber trocken und kein Wind.

So liefen die ersten Kilometer bis Nijmegen relativ gut. In Nijmegen selbst das normale Chaos, keinerlei Hinweisschilder, dafür um so mehr Umleitungen und Einbahnstraßen. Durch Zufall entdeckten wir eine Art Touristen-Info, wo wir die erste Radkarte der Region erwarben. Knapp 8 € für die Gegend des heutigen Tages und vielleicht Teile des morgigen Tages. Wenn das so weiter geht, könnte das teuer werden...

Da es aber keine weiteren Karten gab, nutzten wir diese und fuhren weiter an der Waal (südlicher Arm des Rheins) entlang in Richtung Druten bis nach Beneden Leeuwen wo wir den Fluß überquerten.

Platz für Radler und Autos Brücke vor Beneden-Leeuwen

Auf der anderen Seite angekommen folgte eine länger Suche nach einer Einkaufsmöglichkeit und Buren samt Campingplatz. Ersteres blieb an diesem Tag erfolglos und an der Schlafstätte wären wir auch fast vorbei gefahren. Ende gut, alles gut, hieß es dann aber doch noch. Was unter anderem auch an den humanen Preisen des dortigen Restaurants sowie der reichlichen und guten Küche lag.

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26.07.2007: 399 Pfannkuchen

Wir blieben noch einen Tag auf dem Campingplatz in Erichem. Mit einem kurzen Ausflug nach Buren und ein paar notwendigen Einkäufen, inklusive Brennspiritus und weiterer Karten, verbrachten wir den Rest des Tages. Außerdem versuchten wir unsere Sachen zu trocknen, räumten unsere Taschen aus und wieder ein und tranken die ersten heißen, selbst gekochten Getränken auf dieser Tour.

Buren ist ein kleines aber durchaus reizvolles, altes Städtchen. Nicht unbedingt abendfüllend, aber für ein, zwei interessante Stunden durchaus ausreichend. Die Geschichte geht bis in das späte 14. Jahrhundert zurück. Eine gut erhaltene Stadtbefestigung nebst -tor, Windmühle sowie zwei Museen laden zur Besichtigung ein.

Altstadt von Buren Apfelbäume

Nach einem Rundgang bietet sich eine Stärkung beim dortigen Pannekoekenbakker an. Wo sich bei einer Auswahl von 399 verschiedenen Varianten auch für jeden noch so ausgefallenen Geschmack was Leckeres finden läßt.

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27.07.2007: Entlang der Lingen-Tour

In der Nacht setzte ein fürchterliches Unwetter, mit allem was dazu gehört, ein. Regen, Wind und Sturm sowie die bange Frage wieviel unser Zelt von alledem aushält. Im großen und ganzen viel, bis auf ein paar Tropfen blieb alles trocken. Die paar Euro mehr haben sich doch bezahlt gemacht.

Nachdem der Regen vorbei war, war der halbe Platz auf den Beinen. Hundebesitzer, Toilettengänger, besorgte Platzwarte, usw. Der Wind ließ sich nicht beirren und pfiff munter weiter vor sich hin. Dabei wurde er von einzelnen Regenschauern weiterhin tatkräftig unterstützt.

Bei diesem Wetter fuhren wir morgens los, da ein Blick nach oben keinerlei Prognosen über die weiteren Wetterkapriolen zuließ. Wir wollten heuten den oberen Teil der Lingen-Route zurücklegen. Einem Rundweg von insgesamt 65 Kilometer Länge.

Einen Teil davon kürzten wir ab, sodaß wir am späten Vormittag in Leerdam ankamen. Leider mit Plattfuß, aber das neue Pannenspray wirkte Wunder, sodaß wir relativ schnell weiter konnten. Leerdam ist in erster Linie für seinen Käse gleichen Namens bekannt. Allerdings sind hier auch mehrere Glasbläsereien vor Ort. Vielfach ist es möglich, den Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen und natürlich auch deren Produkte käuflich zu erwerben.

Leerdam: Hafen Lingen-Route

Ging es vormittags noch überwiegend durch Feld- und Weidelandschaften (nebst unzähligen Apfelplantage) folgte nachmittags eine herrlich ruhige Strecke (was mittlerweile auch das Wetter betraf) durch vereinzelte, urige Dörfchen entlang der Linge bis nach Gorinchem. Dort setzten wir mit der Fähre nach Sleeuwijk über und fuhren die letzten Kilometer des Tages zu dem Campingplatz nach Hank.

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28.07.2007: Der nächste Plattfuß

In der Nacht setzte - wieder - Regen ein. Dieser dauerte - wieder - bis zum Morgen fort. Der Wind kam - wieder - von Westen, sodaß sich in punkto Wetter nicht wirklich was Neues bot.

Landschaftlich war die Gegend dagegen heute weniger attraktiv. Aber statt alles schnell hinter sich zu lassen hatten wir nach knapp 20 Kilometer den nächsten Platten. Bei dem Nagel ist selbst der beste Pannenschutz machtlos.

Nach dem Flicken ging es über Klundert, Zevenbergen nach Stampersgat weiter wo wir auf einem der dortigen Mini-Campingplätze unser Zelt aufschlugen.

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29.07.2007: Auf dem Weg zur Küste

Welch eine Überraschung, in der Nacht setzte Regen ein. Aber da das Wetter in den letzten Tagen einem bestimmten System folgte, stellten wir uns diesmal darauf ein. Los ging es mit Regen und keinerlei Wind. Gegen Mittag erreichten wir den Grevelingendamm, eine Verbindungsstraße zweier Inseln und einem Nistplatz zahlreicher Vogelarten. Zu der Zeit schlug auch wieder das Wetter um, kein Regen mehr, dafür war es wieder windig. Die Nähe der Küste machte sich zusätzlich bemerkbar, sodaß wir kurz hinter Zierikzee auf einem weiteren Mini-Campingplatz in Kerkwerve unser Nachtquartier bezogen.

Grevelingendamm Lauchfeld
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30.07.2007: Wunder der Technik

In dieser Nacht regnete es nicht! Entsprechend windig war es. Egal, auf den Westwind war weiterhin Verlaß (was die Richtung angeht) und nach 10 bis 12 Kilometern ging es heute in Richtung Süden. Der nun auftretende Seitenwind machte sich auch wirklich positiv bemerkbar.

Kurz nach Burgh-Haamstede ging es zum "Wunder der Deichbaukunst" in Oosterscheldekering.

Oosterscheldekering Oosterscheldekering

Hier wurde ein kilometerlanges Schutzsystem zur Abwendung von Hochwasser und Sturmfluten aufgebaut. Es existieren noch weitere, ähnliche Anlagen entlang der niederländischen Küste, die dem gleichen Zweck dienen. Die Oosterschelde Sturmflutwehr gilt als eines der größten Bauprojekte der Welt. Die Kosten hierfür betrugen 2,5 Milliarden €. Die Eröffnung erfolgte im Oktober 1986 durch Königin Beatrix. In der Tat beeindruckend was hier aufgebaut wurde.

Radwege durch die Dünen Radweg in der Nähe von Cadzand

Die nächste Station war Middelburg. Der dortige Marktplatz war an diesem Montag völlig überlaufen, sodaß nur noch die Flucht nach vorne half. Wir sind mit der Fähre nach Breskens gefahren und von dort herrliche 14 Kilometer nach Cadzand.

Die Strecke verlief größtenteils parallel zu einem kilometerlangen Deich. Auf beiden Seiten der Wegstrecke war nur Grün zu sehen. Ein Abendessen am Strand rundeten einen sehr schönen und interessanten Tourtag ab.

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31.07.2007: Unbemerkt nach Belgien

Wieder herrliches Fahrradwetter, Sonne, blauer Himmel, kaum Wind und angenehme Temperaturen. Auf einsamen Radwegen ging es nach Slius, einer schönen, kleineren Ortschaft nahe der belgischen Grenze.

Nach einer kurzen Besichtigung, folgten wir einem Kanal in Richtung Brügge. Der Wechsel nach Belgien war fließend, keinerlei Schilder oder ähnliches deuteten auf den Grenzübertritt hin. An einer Abzweigung wußten wir zunächst nicht ob links oder rechts weiter. Ein radelndes Ehepaar nahm sich uns an und begleitete uns bis ins Zentrum der alten Stadt Brügge.

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01.08.2007: Bummel durch Brügge

Bummel durch Brügge, der Hauptstadt der belgischen Provinz Westflandern. Die im Zentrum gelegene Altstadt wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die historische Innenstadt ist sehr gut erhalten und läßt sich zu Fuß oder auf einer der zahlreich angebotenen Kanalrundfahrten erkunden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem der Marktplatz, Belfried, Liebfrauenkirche sowie der Beginenhof.

Brügge Kanalrundfahrt Marktplatz in Brügge

Übernachtet haben wir recht preisgünstig und trocken bei Olivia und Peter (Bed & Breakfast), ungefähr 10 Gehminuten vom Zentrum.

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02.08.2007: Heart of Gold

Nach einem kräftigen Fühstück ging es los. Brügge im Berufsverkehr, aber dank der Radwege kein Problem. An einer längeren Rotphase drang aus einem der Autos Neil Young's Heart of Gold. Der Tag war gerettet...

Zunächst sind wir die Flandern-Route am Kanal entlang in Richtung Aaltern gefahren. Von dort weiter nach Deinze. Da der Weg parallel zur Autobahn führte suchten wir alsbald nach einer Alternative. Diese war schnell gefunden.

Wir fuhren zunächst durch eine Siedlung, die vermuten läßt wo der belgische Geldadel zu wohnen pflegt. Eine ruhige Bundesstraße führte uns weiter nach Groeneveld zu unserem ersten belgischen Campingplatz.

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03.08.2007: Flandern Radroute

Nach dem gestrigen Tag beschlossen wir im weitesten Sinne der Flandern Radroute (Rundweg mit ungefähr 800 Kilometer Gesamtlänge) nach Maastricht zu folgen.

Los ging es mit knapp 12 Kilometer bis nach Gent. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung fanden wir hier auch unseren Einstiegspunkt für den Rundweg wieder.

Gent, Graslei Donkmeer

Nachdem wir aus der Stadt raus gefahren sind, folgten wir dem Radweg, der größtenteils direkt an der Schelde läuft, bis zum Donkmeer. An diesem See in der Nähe von Berlare gibt es zahlreiche Campingplätze, die allesamt touristisch erschlossen sind. Ein weiterer Platz befindet sich etwas abseits, am äußersten Zipfel des Sees, auf dem wir unser Zelt aufbauten.

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04.08.2007: Belgische Waffeln

Morgenstund hat Gold im Mund, so oder so ähnlich lautet auch ein belgisches Sprichwort. Kurz nach halb acht an diesem Morgen ging es los. Nach wenigen Kilometern hatten wir auch unseren Radweg wieder, verloren ihn aber auch genauso schnell wieder. Wir fuhren weiter durch verträumte Ortschaften Richtung Dendermond.

Wieder kein Radweg, aber es ging auch ohne weiter nach St. Amands. Gegen halb zehn wurden an dem heutigen Samstag auch die ersten Belgier wach und wir entdeckten ein Hinweisschild nach Mechelen, unserem heutigen Ziel. Diesen weiter folgend waren wir nach knappen 50 Kilometern im historischen Zentrum angelangt.

Altstadt von Mechelen Auf dem Gelände einer ehemaligen Abtei

Dort herrschte noch emsiges Markttreiben. Käse, Fisch, Gemüse und andere Leckereien wurden angeboten. Jedem das seine, der erste Waffelstand war unser. Warme, belgische Waffeln, sehr zu empfehlen.

Bei der tropischen Mittagshitze sind wir nach ein paar Photos weiter nach St-Katelijne-Waver. Der dortige Campingplatz ist auf dem Gelände einer alten Abtei untergebracht. Teile hiervon sind immer noch vorhanden und können besichtigt werden.

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05.08.2007: Morgenstund hat Gold im Mund

Auch den heutigen Tag haben wir wieder relativ früh begonnen (eigentlich immer wenn wir mit Rad und Zelt unterwegs sind) und sind kurz vor acht Uhr los. Den Einfall hatten an diesem Sonntag auch andere Radler. Das Wetter war aber auch traumhaft. Strahlend blauer Himmel und ein laues Lüftchen. So trafen wir auf unserem Rundweg zahlreiche, weitere Frühaufsteher. Die meisten waren mit ihren Rennrädern unterwegs.

St-Katelijne-Waver Kanal-Antwerpen-Turnhout

Anfangs führte der Weg wieder am Kanal entlang. Nach der Überquerung in Viersel führte dieser jedoch über kaum befahrene Straßen durch kleinere Ortschaften, Wälder und sonstige landschaftlich genutzten Gebieten. Ein sehr schöner Abschnitt, gut zu fahren und sehr abwechslungsreich.

Die heutige Campingplatzsuche erwies sich als relativ schwierig und weniger glücklich. Der nach langem Suchen in Lilse Bergen gefundene Platz entpuppte sich als riesiges Areal. Wo sich eine bewohnte Parzelle an die nächste reihte und deren Bewohner lautstark ihr Dasein feierten. Alles in allem nichts für Ruhesuchende.

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06.08.2007: Es braut sich was zusammen

Die Nacht war dann aber doch relativ ruhig, nur die angrenzende Autobahn nervte etwas. Egal, morgens war wieder ideales Radelwetter. Die ersten Kilometer erwiesen sich als Fortsetzung des gestrigen Tages. Ruhige und abwechslungsreiche Strecke. Die bisherigen Radwege auf dem Rundweg waren wirklich toll. Abseits von verkehrsreichen Straßen, oftmals für Autos gänzlich gesperrt, fast ausnahmslos asphaltiert, landschaftlich abwechslungsreich und sehr schön anzusehen.

Der heutige Tag bot auch wieder einiges, den Kanal-Antwerpen-Turnhout, ein paar verschlafene Orte sowie ruhige und einsame Waldwege. Am frühen nachmittag verstärkten sich die Hinweise, daß ein Unwetter im Kommen ist. Nach weiteren, knapp zehn Kilometer hatten wir einen Campingplatz gefunden. Noch schnell ein paar Einkäufe und der Himmel wurde grauer und grauer.

Auf dem besagten Platz wollten sie für zwei Personen und einem Zelt über 40 € (für eine Nacht). Irgendwo gibt es für alles seine Grenzen. Die Suche ging erstmal weiter. 10 Kilometer südlich von Lommel in Hechtel-Eksel war die Übernachtung für weniger als die Hälfte zu haben. Der Regen setzte glücklicherweise auch erst nach dem Zeltaufbau, beim Nudelkochen, ein.

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07.08.2007: Auf dem Weg zur Maas

Durch die gestrige Sparmaßnahme sind wir ca. 10 Kilometer von der Radroute abgekommen. Wir sind in Richtung Bocholt aufgebrochen und über ein paar einsame Dörfer wieder auf der Flandern-Route angekommen.

Brückenüberquerung Flandern-Route - Vlaanderen Fietsroute

Eine Brückenüberquerung, ein paar Wald- und Feldwege, ein kurzer Streckenabschnitt an einem weiteren Kanal, alles auf gewohnt (daran kann man sich wahrlich schnell gewöhnen) ruhigen Wegen, brachten uns zur Maas wo wir in Aldeneik ein preiswertes Quartier für die kommende Nacht fanden.

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08.08.2007: Endspurt

Endspurt nach Maastricht. Was soll man zu den Radwegen noch sagen? Die Strecke war auch heute wieder gut zu befahren und bot ausreichend Abwechslung. Maastricht hatten wir nach knappen 50 Kilometer erreicht. Um zu unserem Campingplatz in Bemelen zu kommen waren weitere 10 Kilometer und die ersten Anstiege der Tour zu überwinden.

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09.08.2007: Stadtbesichtigung im Regen

Das schlechte Wetter hatte uns wieder. Bereits gestern erreichten wir Maastricht im Regen. An diesem Zustand hat sich auch am heutigen Tage nicht viel geändert. Wir sind mit dem Bus (Haltestelle vor dem Campingplatz) in die Stadt gefahren. Das erste was wir dort machten war ein Schirm zu kaufen. Aber die gute Laune wollte sich nicht einstellen. Letztlich sind wir nach ein paar Geschäften, Kaufhäusern sowie zwei Cafe's zurück zum Platz gefahren. Das Essen im dortigen Restaurant rettete den Tag schließlich doch noch halbwegs.

Flandern-Route - Vlaanderen Fietsroute Es regnet...

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10.08.2007: Vorzeitiges Ende der Tour

Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Nachdem wir in den letzten zwei Tagen mehr und mehr haben abreisen als ankommen sehen, brachen auch wir unsere Zelte ab. Wir hatten uns überlegt die knapp 30 Kilometer bis nach Aachen zu radeln, uns dort mit Karten zu versorgen und so in zwei Tagen gemütlich in Siegburg wieder anzukommen.

Kurz nach unser Abfahrt setzte ein Nieselregen ein, der uns die ganze Strecke erhalten blieb. Wir standen vor der Wahl, die nächsten zwei Tage möglicherweise nur bei diesem Wetter zu verbringen oder die nächste Bahn zu nehmen. Wir entschieden uns für letzteres. Nachdem in Köln das Wetter wieder besser wurde, sind wir die 40 Kilometer Strecke nach Siegburg geradelt und beendeten damit eine leider teilweise sehr verregnete, insgesamt aber sehr schöne Tour durch die Niederlande und Belgien.

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Reiseinfos

Radwege:

Die Radwege in den Niederlanden und Belgien bieten ideale Bedingungen. Die Themenrouten (als "Fietspad" oder "Fietsroute" gekennzeichnet) oder die nach dem belgischen (wie auch niederländischen) Fahrradnetzwerk gekennzeichneten Abschnitte (mit zwei Ziffern in einem Kreis, ohne weitere Ortsangaben) sind sehr gut zu befahren. Sie haben sowohl bei der Streckenbeschaffenheit und -führung als auch bei der Kennzeichnung ein hohes Niveau (etwas kompliziert wird es nur wenn eins der Schilder übersehen wird). Kurz gesagt: Fahrspaß pur.

Abseits dieser Routen existieren zwar vielerorts auch Radwege, diese sind aber weniger gut ausgebaut, teilweise auf der Straße und nicht immer als landschaftlich attraktiv zu bezeichnen. Obwohl - insbesondere in Belgien - vielfach Rennradfahrer unterwegs sind, sind nicht alle Wege auch für diese geeignet.

Radwegweiser gibt es in den Niederlanden und Belgien genug, sodaß wir uns auf der ganzen Tour kaum verfuhren.

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Campingplätze:

In den Niederlanden haben wir drei Arten von Campingplätzen kennengelernt, Mini- und Naturcampingplätze und normale Plätze. Die beiden erstgenannten sind oftmals bei einem Bauernhof oder landwirtschftlichen Betrieb angesiedelt. Toiletten, Duschen sowie Waschgelegenheit waren auf allen Plätzen vorhanden, das Platzangebot ist eher gering. Wobei Mini-Campingplätze weniger Stellplätze anbieten dürfen als Natur-Campingplätze. Letztere befinden sich auch immer in einem Naturschutzgebiet. Die eher enfache Ausstattung macht sich auch preislich bemerkbar. Wir haben hier Preise unter 10 € bezahlt.

Alle weiteren, normalen Campingplätze sind mit einer größeren Anzahl Stellplätzen (wobei wir nur einmal an einem solchen abgewiesen wurden) sowie vereinzelt mit Kiosk, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants sowie diversen Animationsprogrammen ausgestattet.

Vereinfacht läßt sich sagen, daß Natur- und Minicampingplätze den Geldbeutel schonen und ruhiger sind, während auf den anderen Plätzen das Rahmenprogramm (insbesondere die Verpflegungsmöglichkeiten) vielfältiger ist. Auch waren diese Plätze meist einfacher zu finden.

In Belgien gab es nur den "normalen Campingplatz" mit unterschiedlicher Ausstattung und Angeboten. Die Preise lagen bis auf eine Ausnahme zwischen 15 und 20 € pro Nacht. Alle Preise beziehen sich auf zwei Personen und Zelt.

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Etappen:

Die folgenden Angaben entsprechen den tatsächlich gefahrenen Kilometern. Sie schliessen Besichtigungen (freiwilliger und unfreiwilliger Natur), Suche nach Campingplätzen, usw. mit ein und sind deshalb nur als Richtwerte zu sehen.

23.07.2007  Wesel - Wisseler See, 48 km
24.07.2007  Wisseler See - Millingen, 45 km
25.07.2007  Millingen - Buren, 76 km
27.07.2007  Buren - Hank, 56 km
28.07.2007  Hank - Stampersgat, 54 km
29.07.2007  Stampersgat - Kerkwerve, 58 km
30.07.2007  Kerkwerve - Cadzand, 69 km
31.07.2007  Cadzand - Brügge, 35 km
02.08.2007  Brügge - Groeneveld, 62 km
03.08.2007  Groeneveld - Berlare, 52 km
04.08.2007  Berlare - St-Katelijne-Waver, 66 km
05.08.2007  St-Katelijne-Waver- Lilse Bergen, 62 km
06.08.2007  Lilse Bergen - Hechtel-Eksel, 72 km
07.08.2007  Hechtel-Eksel - Aldeneik, 64 km
08.08.2007  Aldeneik - Maastricht, 61 km
  gesamt 880 km
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Internet:

Zur Vorbereitung der Reise haben uns die folgenden Adressen weiter geholfen:

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