Madeira das Wanderparadies im Atlantischen Ozean. Die Inselgruppe gehört zu Portugal und liegt ca. 1.000 km südwestlich von Lissabon. Madeira ist wie seine Nachbarn, die Azoren und die Kanarischen Inseln, vulkanischen Ursprungs und weist dank der klimatischen Verhältnisse mit einer Flora auf, die zu dem Beinamen »Blumeninsel« geführt hat.
Ankunft, sehr grün hier, obwohl wir das bereits vorher wußten, war der erste Eindruck doch sehr überraschend. Auch das bergige und hügelige ist weitaus mehr als wir uns vorgestellt hatten. An Rad fahren ist da nicht mehr zu denken, auch den Gedanken ein Auto zu mieten haben wir ganz schnell wieder vergessen.
Nach Funchal der Hauptstadt Madeiras mit dem Überlandbus gefahren, was eine sehr kurvige und steile Angelegenheit bedeutet. Die Aussicht ist dagegen atemberaubend. Schade daß einem der Fahrstil alles zum Festhalten (auch im Sitzen) abverlangt und bei dem Tempo wenig Zeit bleibt.
Funchal ist ebenfalls sehr grün und bunt, Palmen, Sträucher, diverse Parkanlagen erfreuen nicht nur den »Botaniker«. Die Pflanzen stammen nicht nur aus der Gegend, vereinzelte Schilder zeigen das jeweilige Ursprungsland.
Nach einer Shoping-Tour durch die Innenstadt, noch ein Kurzbesuch in den Markthallen. Dort werden in erster Linie Obst, Gemüse und Blumen angeboten, in einer Nachbarhalle gibt es Fisch.
Ein abschliessendes Stück Kuchen mit Kaffee für zwei Personen unter 3 € und dem Einkauf von verschiedenen exotischen Früchten (diesmal mit Touristen Zuschlag für 10 €) ging es wieder ins Hotel zurück.
Mit der Seilbahn nach Monte hoch, ca. 15 Minuten und 14,50 € für die Hin- und Rückfahrt. Sehr schöne Fahrt, viel zu sehen. Oben zu Fuß weiter in Richtung Wasserfall (relativ weit), zu Fuß zurück und mit der nächsten Seilbahn für 12 € zum Botanischen Garten. Weitere 3 € Eintritt.
Der Botanische Garten ist sehr schön, terassenförmig angelegt. Was für eine Aussicht dort oben. Das Interessanteste kommt allerdings weiter unten, Kakteen, Papageien, Palmen, usw. Das dortige Orchideenhaus haben wir uns nicht mehr angesehen.
Sonntags laufen die Uhren anders, wir mussten 45 Minuten auf den Bus warten an diesem Morgen. Der dann, voll wie er war, einfach weiter fuhr. 5 Minuten später kam dann ein weiterer, leerer Bus an.
Eigentlich war heute Sightseeing in Funchal angesagt, aber nachdem kein Bus kam sind wir in Richtung Parque de Santa Catarina. Recht hübsch anzusehen, aber keine Konkurrenz zum Botanischen Garten. Sissi soll sich hier gelangweilt haben. Trotzdem oder gerade deshalb wurde ihr hier ein Denkmal gesetzt. Weiter zum Magnolien Park.
Zurück ging es an der Küste lang, mit Regen auf den letzten Metern.
Bummel-Tag wegen Dauerregen.
Geführte Tour mit dem Mini-Bus, 6 Personen, durch den Osten Madeiras. Los ging es in Camacha, dem Korbflechterdorf. Ausser den obligatorischen Mitbringsel kann hier auch bei deren Fertigung zugesehen werden.
Über den 1412 Meter hohen Poiso-Pass ging es weiter nach Pico de Ariero den mit 1810 Meter dritthöchsten Berg Madeiras. Leider war die ganze Zeit über dichter Nebel, von der Aussicht war nichts zu sehen. Aber die Serpentinen hatten es in sich. Langsam lichtete sich auch der Nebel und der Besuch einer Forellenzucht im Ribeiro Frio (einem Naturschutzgebiet) bot wieder eine herrliche Aussicht. Viel grün, einige kleinere Wasserfälle sowie die Levadas.
Über Porto da Cruz nach Santana. Besuch eines der bekannten »Madeira- (Privat) Häuschen« und anschliessend Mittagessen.
Weiter nach Ponta de Sao Lourenco, einer Landzunge im östlichsten Teil Madeiras. Vielfarbige Felsformationen und eine karge Landschaft prägen die Gegend hier. Ein letzter Stop in Machico, der zweitgrößten Stadt Madeiras beendeten den Ausflug.
Ausflug mit dem Linienbus nach Curral das Freiras. Die Fahrt dauert ab Funchal ca. eine Stunde und geht ins Landesinnere. Die Gegend ist wie gewohnt bergig und sehr schön. Das Ziel liegt in einem Talkessel und ist sehr schön anzusehen, mehr aber auch nicht. Also wieder zurück und durch Funchal geschlendert.
Mit dem Bus die gleiche Strecke wie am gestrigen Tag, diesmal jedoch am Aussichtspunkt Eira do Serrado ausgestiegen. Herrliche Panoramablicke über das gesamte Nonnental und mehr. Nach Kaffee und Kuchen und dem Kauf von ein paar Andenken wieder mit dem Bus zurück.
Der heutige Tag war schöner als gestern, die Aussicht war wirklich einmalig.
Ausflug mit dem Segelschiff nach Las Desertas, einer Inselgruppe und Naturschutzgebiet ca. 38 km vor Madeira (Funchal) gelegen. Die Fahrt dauert knapp 3,5 Stunden, mit einer Pause zum Beobachten von Delfinen. Vor der Küste Mittagspause und kurzer Ausflug an Land.
Wieder zurück in den Sonnenuntergang. Auf der Rückfahrt waren häufiger Delfine zu sehen. Die Küste Madeiras und Funchal erreichten wir im Dunkeln gegen 19.00 Uhr.
Funchal, zunächst Stadtbesichtigung per Bus. Anschliessend kurz durch die Altstadt zu Fuß. Besichtigung des Madeira Story Center.
Ausflug in den Westen Madeiras mit einem Reiseunternehmen. Zunächst ging es nach Camara de Lobos, einem bekannten Fischerdorf (leider kein Halt). Weiter nach Cabo Girao, der zweithöchsten Klippe der Welt mit 580 Meter (die höchste ist in Taiwan).
Über Ribeira Brava und Ponta do Sol zur Hochebene Paul da Serra, ein auf 1500 Meter gelegenes Hochland, das an diesem Tag im Nebel lag. Pause überflüssig und weiter in Richtung Porto Moniz zum Mittag essen. Anschliessend Besichtigung der dortigen Lava-Schwimmbäder. Aufgrund des Windes starker und beeindruckender Wellengang.
An der Küste weiter bis Sao Vicente, einer hübsch anzuschauenden Sammlung von Häusern (sehr weitläufige Ortschaft), mitten im Gebirge. Über den EncumeadaPass (Dauerregen) zum nächsten Shop. Hier war ein sehr schöner - doppelter - Regenbogen über den ganzen Talkessel zu sehen.
Wieder zurück zum Hotel.
Nach Funchal ins Wein-Museum. Anschliessend zum Boots-Stand, aber leider kein Glück gehabt. Leider auch mit dem Wetter, Dauerregen. Dafür Rucksack gekauft. Nachmittags Postkarte am Hafen hinterlassen, die letzten Souveniers gekauft und zurück zum Hotel.